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These: Eine Milliarde Euro ist leichter auszugeben als Tausend Euro

Wer in Politik und Journalismus hat eigentlich noch die Relationen im Griff, wenn über Milliarden-Pakete für die Konjunktur gesprochen wird? Hier ein paar Rechenspiele:

Für ein Fertighaus mit ca. 100 qm Wohnfläche ohne Grundstück zahlt man etwa einhunderttausend Euro. Für 1 Mio Euro bekommt man also 10 kleine Einfamilienhäuser. Für 1 Mrd Euro können 10.000 Einfamilienhäuser gebaut werden. Ansiedlungen mit zwischen 5.000 und 20.000 Einwohnern gelten bereits als Kleinstadt!

Nun gut, für 1 Mrd Euro kann man noch keine Stadt bauen. Man benötigt zusätzlich Baugrund und Infrastruktur. Aber die Konjunkturpakete bestanden aus 80 Mrd Euro an Aufträgen aus der Öffentlichen Hand und 2008 bis 2010 und 400 Mrd Euro an Bürgschaften und Bankenrekapitalisierungen …

Anderer Vergleich: Der jährliche Haushalt der Hansestadt Hamburg hat eine Größe von rund 10 Mrd Euro. Darin enthalten auch Zahlungen in den Länderfinanzausgleich. http://www.hamburg.de/doppelhaushalt-2009-2010/ In einem solchen Haushalt ist alles enthalten, was diese große Stadt mit ihren 1,7 Mio Einwohnern in einem Jahr so braucht: Kindergärten und Schulen, Straßen, Gebäude und Verwaltung, die sozialen Ausgaben, Justiz und ihre Erfüllungsgehilfen und so weiter. Unglaublich, dass eine einzelne Commerzbank fast das Jahresbudget für 2 solche Städte erhalten hat?

Ein letztes Beispiel: Wie in einem früheren Blog-Beitrag vorgerechnet, haben wir ungefähr 14 Millionen Menschen in Deutschland, die entweder von Niedriglöhnen oder  Arbeitslosengeld leben. Diesen 14 Mio Menschen mit 100 Euro mehr im Monat zu einer etwas menschenwürdigeren Existenz zu verhelfen, würde im Jahr 1,4 Mrd Euro kosten. 1,4 Mrd. Euro, die angeblich nicht da waren – die aber ein Bruchteil dessen sind, was plötzlich für die Bankenrettung zur Verfügung steht.

Wäre nicht eine reine Rettung der Spareinlagen der Kleinsparer und „Anlagen mit geringem Risiko“ billiger gekommen? Die Einlagen der Großverdiener wären sicherlich weniger schützenswert gewesen, da diese ja absichtlich Risiken für mehr Rendite eingegangen sind – und vor der Finanzkrise davon profitiert hatten.

So viele Arbeitsplätze könnte die Bankenpleite gar nicht gekostet haben, dass solche Summen gerechtfertigt wären. Und wenn, dann hätte es sicherlich viele Unternehmen gegeben, die die Kunden aufgefangen hätten und deswegen mehr Mitarbeiter gebraucht hätten. Es stellt sich also wieder die Frage: Wer wurde hier gerettet: Die Kleinsparer oder die Großverdiener?

8.3.09 18:51
 


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